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Das Album wird am 14.Mai 2010 veröffentlicht.
Barbara Dennerlein ist immer sehr viel unterwegs, sowohl in Europa als auch in Übersee. Das hat sie dazu inspiriert so eine Flugreise musikalisch zu verarbeiten. Die neun selbstgeschriebenen und arrangierten Musikstücke wurden in einer angenehmen Liveathmosphäre im Mai letzten Jahres im Heidenheimer Lokschuppen aufgezeichnet.
Die Künstlerin hat nicht nur musikalisch das Steuer in der Hand mit ihrem unnachahmlichen Hammondorgelspiel in Begleitung ihrer Mitspieler Peter Lehel Saxophon und Marcel Gustke Drums & Percussion. Sie hat auch die Aufnahmen eigenhändig am Mischpult so überarbeitet, das man sich wirklich in die Location des Heidenheimer Lokschuppen versetzt fühlt.
Liveaufnahmen zeigen in meinen Augen die wahren wirklichen Qualitäten eines(er) Musikers(In) hinsichtlich Können, Inspiration und Gefühlsausdruck.
Mit „Go For It” fängst die Reise sehr flott und rhythmisch an mit gleichberechtigter Orgel und Saxophon. Das nächste Stück „Always Remember” wird durch zarte pianoähnliche perlenden Klänge , mit sanften Basstöne der Orgel begleitet und mit Jazzbesen erzeugtem Rauschen eingeleitet und geht in schon fast sinnlich gemäßigten Tempo weiter, wo dann sich wieder die Orgel und das Saxophon ein harmonisches Duell liefern, was sich sehr spannend anhört und immer wieder den Ohren des Hörers neue Klangfarben vorstellt. Mit diesem Tonfarbenspiel geht auch bei „The Unforgettable” weiter und zeigt wieder das eingespielte Team von Barbara Dennerlein, Peter Lehel und Marcel Gustke. Hier geht es auch vom Tempo her wieder etwas lebhafter zu. Beim Hören von Barbaras Spiel sieht man förmlich vor seinem inneren Auge ihre Finger über die Tastatur der Hammond B-3 fliegen und treffsicher äußerst wunderschöne Melodien zaubern. Aber auch als dezente Begleitung zu Peter Lehels ausdruckstarkes Saxophonsolo ist es immer wieder passend. Weiter folgt auch noch eine Passage, wo Barbara ihre Fähigkeiten mit den Fußpedalen der Hammond unter Beweiß stellt, wo man nun wirklich der Meinung sein könnte man hört einen Kontrabass.
„I-797” beginnt mit einem Percussion- und Drumssolo. Die Orgel steigt mit sanften Tönen ein, die zunehmen immer lebhafter werden, darauf ein. „Going Home” beginnt mit eleganten Klanggebilden auf der Orgel, die übergehen in sanften, getragenen Melodienfolgen mit Unterstützung dezenter Schlagszeugarbeit und einfühlsamen Saxophon.. „Cleo” ist eine schnelle lebhafte Nummer, die einen richtig munter macht.
Bei „Last Call” spielt das wirklich „erzählende“ Saxophon die Hauptrolle. Das gediegene Hammondspiel übernimmt dann die Regie, um sichdann mit dem Saxophon zusammen zutun und gemeinsam im Wechsel ihre Melodien dem Hörer dazubieten. All dies unterstützt und zusammengehalten durch das dezente Schlagzeugspiel.
„Organ Boogie” macht seinen Namen alle Ehre und reißt die Hörer aus ihrer seligen Ruhe heraus und bringt so richtig Schwung rein. Hier kommt wieder Barbaras Fingerfertigkeit richtig zum tragen. Man denkt sie muß nicht nur zwei Hände und ihre Füße haben um alles zu spielen. Auch Peter Lehel und Marcel Gustke bieten hier eine hervorragende Unterstützung.
„Bebabaloo“ beginnt mit einem sehr schönen Einzelsolo des Saxophons, was dann übergeht in ein gemeinschaftlichen homogenen Zusammenspiel, wo dann Barbara mit perlenden Klängen schöne Melodiefarben hervorzaubert aus ihrem Instrument.
Dieses 25. Album von Barbara Dennerlein sollte nicht nur einen Ehrenplatz in der Sammlung eines Jazzliebhabers haben, sondern ausdrücklich eines Musikliebhabers, egal welche Musikrichtung er bevorzugt. Denn hier stimmt wirklich alles von der Musik, über das Können der Künstlerin mit ihren Musikern sowie die technische Brillianz der Liveaufnahme.



